Portugal, Porto, und die Portugiesen

Was haben die Schotten und die Portugiesen gemeinsam? Beide liegen weit vorne im Wettbewerb um das freundlichste Völkchen Europas. Bereits die ersten Begegnungen mit Portugiesen haben sie zu den Schotten aufs Siegertreppchen katapultiert. In unserem ersten Hafen in Portugal, Povoa de Varazim, gingen wir abends noch die wunderschöne Altstadt erkunden und ließen uns schließlich am Tische eines älteren Portugiesen nieder. Wir kamen mit Händen und Füßen ins Gespräch und nach einer halben Stunde stellte er uns seiner deutschen Bekannten vom Lokal nebenan vor und wollte uns gleich zum Bier einladen. In Porto angekommen schickten wir Hartmut und Beate zum Einkaufen. Leider konnten sie den Tante Emma Laden um die Ecke nicht auf Anhieb finden und mussten fragen. Doch anstatt ihnen nur den Weg zu weisen, lud sie der Mann gleich in sein Auto ein und fuhr sie durch halb Porto zu einem großen Einkaufszentrum und wieder zurück und schenkte ihnen zum Abschied noch eine Flasche Vino Tinto. Ganz zu schwiegen von den Marineros und dem Hafenpersonal. In meinem ganzen Seglerleben habe ich noch nicht so freundliche und hilfsbereite Leute in den Marinas angetroffen. Die Krone wurde diesem allen aufgesetzt, als am Morgen acht Brötchen von einem Dingi in unsere Plicht flogen; gehört zum Service – jeden Morgen. Kein Wunder, dass wir einige Tage bleiben, um uns Porto anzuschauen. Porto ist ein Genuss: die historische Altstadt am Rio Douro, die kühn gespannte Stahlbrücke darüber, die eindeutig die Handschrift des Eiffelturmerbauers trägt, auf jedem Hügel Sehenswürdigkeiten, an jeder Ecke Straßenmusiker und überall leckeres Essen zu absolut fairen Preisen… . Und dann gibt’s da noch den Portwein. Von den Engländern vor 350 Jahren erfunden, damit der Rotwein bei den Seereisen in warme Gefilde nicht immer umkippt, ist er ein Exportschlager geworden. An dem, der Altstadt gegenüber liegenden, Douro Ufer reiht sich eine Portweinkellerei an die andere. Die lagen genau auf unserem Heimweg zur Marina… . Schon bei der ersten Verkostung war klar: der 30 Jahre Alte ist noch besser als der 20 Jahre Alte und so weiter… .

Ach so, fast hätten wir vor lauter Begeisterung vergessen: Bayona, unser letzter spanischer Hafen in der Ria Vigo war auch etwas ganz besonderes: herrliche Abendstimmung an den Klippen der Festung und zum ersten Mal im Restaurant die legendären Entenmuscheln. Dann wäre noch zu erwähnen, dass unser Deck durch Asche von den allgegenwärtigen Waldbränden grau eingefärbt wurde und wir auf der unspektakulären Überfahrt nach Portugal nochmals Wale und Delphinchen sahen. Die spielten mal wieder 10 Minuten in unserer Bugwelle – wie schön! Jetzt steht Crewwechsel an: Hartmut und Beate haben uns 300 sm begleitet. An deren Stelle kommen jetzt unsere Kinder: zuerst Leni, dann auch Manuel und im September Marie. Wie schön, fast vier Monate sind vergangen seit dem Abschied!

  1. M

    Habs eeendlich mal wieder geschafft vorbeizuschauen und gleich drei hammerschöne neue Einträge! Ihr seid ziemlich gute Videoblogger geworden 😉 Porto hört sich so schön an und sieht schnucklig aus. Freu mich soooo auf euch bald und auch auf die ganzen anderen netten Portugiesen! Knutscher

  2. S

    Hey du süße fleißige Tochter!! Wir freuen uns auch unbändig, dich bald auf dem Schiffle begrüßen zu dürfen!!!

  3. S

    Hey du süße fleißige Tochter!! Wir freuen uns auch unbändig, dich bald auf dem Schiffle begrüßen zu dürfen!!!

  4. B

    Super super schön habt ihr das wieder gemacht. Wir hoffen Leni ist gut gelandet. Euch die besten Winde für Lissabon und weiterhin Gottes Segen. Es war traumhaft schön mit euch. Beate

  5. S

    Ja, war eine sehr schöne Zeit mitrollen gemeinsamen Erkebnissen und Muscheln satt. Euch wünschen eir eine gute Heinreise und eine prima Zeit bei der Weinlese uf Malle
    Liebe Grüsse
    Henning und Sylvia

  6. V

    Ihr Lieben, Euch die besten Wünsche aus Mannheim – hier kommt diese Woche auch der Sommer an. Temperaturen bis 36°C soll es geben. Ja, Eure Zeit in Portugal hört sich wirklich toll an, nette Leute, gutes Essen, guten (Port-)Wein . . .Laßt Euch weiter in diesem tollen Land entschleunigen…Beste Grüße Euer Volker

  7. S

    Lieber Volker, hier in Lissabon ist es auch wirklich heiss geworden. Entschleunigt war somit alles, bis auf die Tut Tut Fahrt heute durch Lissabon. Das sei ähnlich wie ein „earthquake simulator“ sagte der Fahrer – und er hatte recht!
    Liebe Grüße
    Henning

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