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Schon zwei mal sind wir diese Runde durch das Ionische Meer gesegelt und wahrscheinlich nicht das letzte mal… .Das Ionische Meer ist im Norden bei Korfu durch die Straße von Otranto mit dem Adriatischen Meer verbunden, Sizilien begrenzt es nach Westen hin, das griechische Festland und der Peloponnes begrenzen es nach Osten. Beliebt ist die Runde vor allem bei den Seglern, die den Winter im milden Sizilien oder auf Malta verbringen und im Frühjahr nach Osten zu den griechischen Inseln aufbrechen und im Herbst wieder in ihr Winterquartier zurückkehren – so auch wir!
Wir haben Anfang Mai Marina di Ragusa verlassen und in der Bucht von Siracusa auf ein passendes Wetterfenster für den Absprung nach Osten gewartet. Der schnellste Weg ist direkt 250 Seemeilen nach Kefalonia rüber, aber für die zwei Tage und Nächte muss das Wetter passen.
Wir sind Abends nach einem Sturmtief los und hatten uns etwas mit dem alten Seegang verschätzt, der uns sehr unangenehm durch die Nacht geschaukelt hat. Dafür war der Rest der Überfahrt dann ganz angenehm. Kurz vor der Italienisch-Griechischen Seegrenze bekamen wir auf einmal Besuch aus der Luft. Die Coastguard wollte wohl checken, ob wir Flüchtlinge an Bord haben.. . Im Süden von Kefalonia legen wir uns gerne nach Ankunft gleich in eine der Buchten vor Anker, schlafen uns erstmal aus und testen das Wasser, das so um die 20 Grad hat.
Ab hier kann man sich von der, in der Regel, milden Brise durch die herrlichen ionischen Inseln und das Festland mit den vielen Flussmündungen treiben lassen. Siehe unsere anderen Beiträge zum Ionischen Meer.
Wir haben uns langsam, von Bucht zu Bucht, nordwärts gehangelt, bis es uns ab Mitte Juli zu warm und zu voll wurde. Dies war wieder die perfekte Zeit, um die „Amazing Grace“ in Preveza an Land zu stellen und, während unseres „Urlaubs“ in Deutschland, die notwendigen Arbeiten am Unterwasserschiff erledigen zu lassen. Unser Boot war ja den ganzen Winter über im Wasser gewesen)
Ende September stand die Entscheidung an: auf dem direkten Weg wieder zurück nach Sizilien oder im Norden in mehreren großen Etappen über die Strasse von Otranto über Pulien und Kalabrien nach Sizilien zurück. Wie schon im Jahr zuvor wurde das Wetter zunehmend unbeständig und damit fiel die Entscheidung wie im letzten Jahr von den Inseln nördlich Korfus nach Marina die Leuca am Absatz des Stiefels überzusetzen. Bei prächtigem Halbwindkurs konnten wir die 50 Meilen lange Passage in sieben Stunden hinter uns bringen. „Volldampf und Warten“ war auch die Devise für die noch längeren Schläge über den Golf von Tarent und zurück nach Siracusa, wo sich der Kreis schloß.
Ein Sturmtief folgt dem nächsten und die sicheren Häfen zum „Verstecken“ sind an der Kalabrischen Küste dünn gesät. In Rocella Ionica haben wir fünf Tage ausgeharrt bis wir in einem Rutsch die 90 Meilen nach Siracusa abreiten konnten. Da sind uns am Ende aber auch ein paar der bis zu drei Meter hohen Wellen achtern eingestiegen. Der Autopilot musste bei 7-8 Bft von hinten auch teilweise mit der Maschine unterstützt werden, damit die Wellen uns nicht quer legten… .
Viel Pause war uns nicht vergönnt, um ums Südostkap von Sizilien zurück zu unserem Lieblingshafen für den Winter, Marina die Ragusa, zu kommen. Sonst wäre der Nordwestwind uns eine Woche „auf die Nase“ geweht.
Unser Fazit: der Rückweg war durch das sehr windige Wetter diesen Herbst recht mühsam. Das nächste mal machen wir uns etwas früher auf den „Heimweg“.

































































